Archiv 2008
Im Juni ist der Freundeskreis radiomultikulti gestartet. Wir wollten eine öffentliche Diskussion über die Notwendigkeit eines multikulturellen Radioprogramms starten und die Schließung von radiomultikulti zum 31.12. verhindern!
Unsere Forderung nach einem Moratorium hat vielfältigen Anklang gefunden.
Gestärkt fühlt sich der Freundeskreis durch die Diskussionen des zu Ende gehenden Jahres. Seine Aktionen haben die Öffentlichkeit mobilisiert. Mehr als 31 000 Unterschriften zeigen, dass das Interesse an einem multikulturellen Radioangebot aus der Region für die Region groß ist. Die Übernahme der Moratoriumsforderung durch das Berliner Abgeordnetenhaus, das vom Berliner Integrationsbeauftragten vorgelegte Papier „Migranten und Medien“, der Diskurs über ein solches Medienangebot haben sich auch bei radiomultikulti durch steigende Hörerzahlen bemerkbar gemacht. In einer Zeit, in der rechtsextreme Gruppen immer selbstbewusster in Berlin-Brandenburg auftreten, hat der Freundeskreis geholfen, bewusst zu machen, wie nötig es ist, die Realität der Einwanderungsgesellschaft im Rundfunk abzubilden. „Nur das Njet der rbb-Chefin war nicht zu erweichen. Wir sind aber guten Mutes, dass der Rundfunkrat sein neu gewonnenes Selbstbewusstsein (3 Neinstimmen zum Haushalt 2009 ohne radiomultikulti) auch künftig ausspielen wird“, so Florian Schubert abschließend.
Um „gut aufgestellt“ ins Neue Jahr zu starten, hat sich der Freundeskreis auf seiner Sitzung am 17.12. eine neue Struktur gegeben. Als Freundeskreis multikulti e.V. wollen die Unterstützerinnen und Unterstützer eines interkulturellen Medienangebots aus der Region neu durchstarten. Dazu hat der Freundeskreis einen fünfköpfigen Vorstand gebildet, der mit Florian Schubert (Sprecher), Michael Krause (Stellvertreter), Jenny Ludwig (Schatzmeisterin), Anna-Sophie Wagner und Felina Franke bereits gewählt wurde. Der bisherige Sprecher des Freundeskreises, Nikolaus Huss, will dem Vorstand auf eigenen Wunsch nicht mehr angehören, wird ihm aber insbesondere in Sachen Öffentlichkeitsarbeit weiter beratend zur Seite stehen.